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Kampagne

Grußwort Staatsministerin Barbara Klepsch

Staatsministerin Barbara Klepsch im Portrait mit dem Kampagnenlogo © Oliver Killig

Behindern verhindern. Zeit für barrierefreies Handeln. Das ist die Überschrift unserer neuen Kampagne.

Die Kampagne ist frech – mit einem Augenzwinkern. Nicht unbedingt das, was man von einem Staatsministerium erwartet. Und doch: Gemeinsam können wir so mutig sein. Alle werden darüber diskutieren. Das ist gewollt. Denn ich bin überzeugt: Teilhabe funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Wir möchten mit der Kampagne vor allem diejenigen erreichen, die sich bisher wenig mit den Belangen von Menschen mit Behinderungen auseinandergesetzt haben. Dafür brauchen wir Aufmerksamkeit.

 

Wir möchten zum Nachdenken anregen – vor allem aber zum Umdenken: Menschen mit Behinderungen haben ihre Stärken – genau wie jeder andere. Menschen mit Behinderungen haben ihre Schwächen – genau wie jeder andere. Jeder Mensch ist etwas Besonderes.

Lassen Sie uns gemeinsam Behindern verhindern.

Ihre Barbara Klepsch
Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

Auf hellrotem Hintergrund ist ein Hase zu sehen. In ihm findet sich ein Piktogramm für einen Rollstuhlfahrer. Im Text steht: Im Rollstuhl wissen, wie der Hase läuft. Barrieren abbauen, Talente fördern. Für gleiche Chancen im Leben. © SMS/Heimrich&Hannot

Horst Wehner MdL

Portraitfoto von Horst Wehner MdL mit seinem Kampagnenmotiv. © Oliver Killig

»Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Seither hatte ich vielfältige Erlebnisse mit eingeschränkter Mobilität. Barierrefreiheit ist der Weg der kleinen Schritte. Menschen mit Behinderungen müssen gleichberechtigt am Leben teilnehmen dürfen. Geht nicht gibt's nicht!«

»Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Seither hatte ich vielfältige Erlebnisse mit eingeschränkter Mobilität. Als Landtagsvizepräsident nehme ich viele Termine wahr und reise viel durchs Land. Da gibt es häufig Situationen, bei denen man als Rollstuhlfahrer nicht weiterkommt. Auch daraus resultiert mein tägliches Bemühen um mehr Barrierefreiheit. Es geht um den Weg der kleinen Schritte und die ständige Aufforderung, diesen mitzugehen. Es ist leicht von anderen etwas zu fordern, ungleich schwieriger aber, etwas von sich selbst zu fordern. Zudem bin ich aktiver Rollstuhltänzer, auch in vielen Wettkämpfen, denn Sport hält nicht nur gesund, sondern macht auch glücklich.

Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil sie eine gute Möglichkeit bietet, noch bestehende Barrieren abzubauen, damit alle gleichberechtigt am Leben teilnehmen können. Das von mir vertretende Motiv der Kampagne steht für mich für die selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Geht nicht, gibt es nicht! Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist wichtig, weil er Maßnahmen für die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft im Freistaat Sachsen festlegt. Dadurch trägt er dazu bei, dass Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen Binderungen oder / und Sinnesbeeinträchtigungen ihre Menschenrechte wahrnehmen können.«

Der Diplom-Staatswissenschaftler Horst Wehner ist seit 2004 als Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE Mitglied im Sächsischen Landtag und gegenwärtig dessen 2. Vizepräsident. Seit 2006 hat er die Funktion des behindertenpolitischen Sprechers seiner Fraktion inne. Darüber hinaus ist er unter anderem Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen e. V. sowie Landesverbandsvorsitzender des Sozialverbandes VdK Sachsen e. V.

Auf einem gelben Hintergrund sind viele Flöhe, Schallwellen und gebärdende Hände (als Piktogramm) zu sehen. Im Text steht: Taub und die Flöhe Husten hören. Barrieren abbauen, Talente fördern. Für gleiche Chancen im Leben. © SMS/Heimrich&Hannot

Stephan Pöhler

Portraitfoto von Stephan Pöhler mit seinem Kampagnenmotiv © Oliver Killig

»Die Kampagne entspricht meiner tiefsten Grundüberzeugung vom Wert eines jeden einzelnen Menschen mit seinen vielfältigsten Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit seinem Wissen und Können. Als Kind tauber Eltern habe ich früh gelernt, mit Händen zu sprechen. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist sehr wichtig, da man ohne konkrete Ziele die Handlungen nicht beschreiben kann, die den Weg markieren, dass das Ziel nicht nur eine Vision bleibt, sondern eben Realität für uns in Sachsen wird.«

»Als Kind tauber Eltern musste ich bereits als Kind lernen, selbst mit den Händen zu reden. So machte ich zum Beispiel beim gemeinsamen Fernsehgucken meinen Eltern den Ton mittels Gebärden sichtbar. 1990 erlebte ich in Hamburg den ersten Kongress zur Zweisprachigkeit Gehörloser und sah 15 professionelle Gebärdendolmetscher für jedes Teilnehmerland auf der Bühne. Da beschloss ich, das kann ich auch und so etwas muss in Sachsen aufgebaut und entwickelt werden. Die größte Ehre für den Erfolg meiner Bemühungen zur Überwindung von Kommunikationsbarrieren für Gehörlose war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1997. Seit meiner Berufung zum ersten Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen 2005 stehen die Interessen aller Menschen mit Behinderung im Fokus meines Ehrenamtes.

Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil sie meiner tiefsten Grundüberzeugung vom Wert eines jeden einzelnen Menschen mit seinen vielfältigsten Fähigkeiten und Fertigkeiten, seinem Wissen und Können entspricht. Das von mir vertretende Motiv der Kampagne steht für mich für die Tatsache, dass Taubheit stets von den Menschen trennt. Dies zu überwinden gilt mein Handeln als Botschafter. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist wichtig, weil man ohne konkrete Ziele die Handlungen nicht beschreiben kann, die den Weg markieren, damit das Ziel nicht nur eine Vision bleibt, sondern Realität für uns in Sachsen wird.«

Der studierte Ingenieurökonom und Berufspädagoge Stephan Pöhler gründete 1991 die Landesdolmetscherzentrale für Gehörlose in Zwickau, die er bis 2012 leitete. Parallel dazu baute er das Gehörlosenzentrum mit einer Beratungsstelle und einem Integrationsfachdienst auf. Seit 2005 ist Stephan Pöhler Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen mit Sitz im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Auf hellblauem Hintergrund ist ein Maulwurf zu sehen. In ihm ist ein Piktogramm eines Mannes mit Blindenstock. Im Text steht: Blind wie ein Maulwurf seinen Weg machen. Barrieren abbauen, Talente fördern. Für gleiche Chancen im Leben. © SMS/Heimrich&Hannot

Prof. Dr. Thomas Kahlisch

Portaitfoto von Prof. Dr. Thomas Kahlisch mit seinem Kampagnenmotiv. © Oliver Killig

»Behindert sein ist Menschenrecht! Bereits als Kind war ich hochgradig sehbehindert. Durch Vorlesen weckten meine Eltern in mir die Liebe zu Büchern. Später lernte ich Braille-Schrift. Diese Schrift eröffnet die Welt des Lesens für Blinde. Informationen müssen für Alle und auf allen Kanälen erreichbar sein. Nur so kann sich jeder Wissen und Bildung aneignen.«

»Mein Interesse an Büchern verdanke ich meinen Eltern. Da ich bereits als Kind hochgradig sehbehindert war, lasen sie mir gern vor und motivierten mich, selbst zu lesen. Auch Hörbücher aus der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig hatten damals eine große Bedeutung für mich. Nach meiner Erblindung mit 14 Jahren lernte ich Bücher und Zeitschriften in Braille-Schrift zu lesen. Nach einer Facharbeiterausbildung im IT-Bereich absolvierte ich von 1986 bis 1990 ein Informatikstudium an der TU Dresden, das ich mit Diplom abschloss. 1996 nahm ich an der Gründung der Web Accessability Initiative des World Wide Web Consortiums teil. Nach meiner Promotion auf dem Gebiet der barrierefreien Gestaltung von Studienmaterialien 1998 wurde ich im Jahr darauf zum Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig berufen. Seit 2013 habe ich eine Honorarprofessur an der Universität Leipzig für das Fachgebiet Spezielle Buchwissenschaften inne.

Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil ich mich freue, dass sich der Freistaat Sachsen endlich auf den Weg der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gemacht hat. Das von mir vertretende Motiv der Kampagne steht für mich dafür, die Welt mit allen Sinnen zu erleben. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-BRK ist wichtig, weil behindert sein ein Menschenrecht ist.«

Prof. Dr. Thomas Kahlisch ist seit 1999 Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB). Als selbst blinder promovierter Diplominformatiker engagiert er sich für das Themenfeld barrierefreie Information und Kommunikation – unter anderem als Mitglied des Präsidiums des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes sowie der Sektion der Blindenbibliotheken der IFLA.

Auf blauem Hintergrund ist ein Hecht zu sehen, der Blasen blubbert und in ihm sind drei Chromosomen abgebildet. Im Text steht: Mit Gendefekt ein toller Hecht. Barrieren abbauen, Talente fördern. Für gleiche Chancen im Leben. © SMS/Heimrich&Hannot

Silke Hoekstra

Portraitfoto von Silke Hoekstra mit ihrem Kampagnenmotiv © Oliver Killig

»Ich wünsche mir Vielfalt im gesellschaftlichen Leben. Unsicherheit und Angst vor Verschiedenheit können wir am besten mit Informationen begegnen. Bei meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Menschen mit geistiger Behinderung ohne Vorurteile auf Andere zugehen. Und wie ist es umgekehrt? Wir brauchen mehr Offenheit und Toleranz, davon profitiert unsere ganze Gesellschaft«

»Würde hat für mich viel mit Selbstbestimmung zu tun. Damit wird deutlich, dass jeder seinen Beitrag zur Veränderung leisten kann. Denn jeder Mensch kann entwürdigt werden, indem man ihn übersieht, entmündigt, manipuliert oder indem er seine Würde selbst verspielt. Die Zukunft für ein angenehmeres Miteinander liegt also nicht nur in den anderen, sondern zuallererst in jedem selbst. Diese Erkenntnis keimte erstmals, als mir ein Workshop-Teilnehmer mitteilte, dass er als Mensch mit Behinderung keine Akzeptanz, sondern Toleranz will. Und sie wird immer dann bestätigt, wenn ich Menschen mit geistiger Behinderung begegne und sie mir gegenüber vorurteilsfrei sind.

Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil ich mir mehr Vielfalt im gesellschaftlichen Leben wünsche. Aber die Angst vor Unbekanntem und Verschiedenheiten verhindert einen offenen Umgang. Dieser Angst können wir am besten mit Informationen begegnen. Das von mir vertretene Motiv der Kampagne steht für mich für den lohnenswerten Blick auf Talente und eine beeindruckende Erscheinung von Lebensfreude gerade bei Menschen mit einer geistigen Behinderung. Diese pure Lebensfreude scheint in einer überwiegend leistungsorientierten Gesellschaft leider häufig abhanden gekommen zu sein. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist wichtig, weil alle Ebenen staatlichen Handelns seit dem Beitritt Deutschlands zur UN-BRK  im Jahr 2009 verpflichtet sind, diesen Vertrag einzuhalten. Der Aktionsplan ist ein wichtiges Signal für den Willen zur Beachtung der Rechte von Menschen mit Behinderung und zur Umsetzung daraus resultierender Maßnahmen.«

Silke Hoekstra ist Geschäftsführerin des Landesverbandes Lebenshilfe Sachsen e. V. Gleichzeitig leitet sie das zum Landesverband gehörende Büro für Leichte Sprache.

Auf hellgrünem Hintergrund ist ein Stier zu sehen, in ihm findet sich ein Piktogramm für Menschen, denen Gliedmaßen fehlen. Im Text steht: Ohne Hände den Stier bei den Hörnern packen. Barrieren abbauen, Talente fördern. Für gleiche Chancen im Leben. © SMS/Heimrich&Hannot

Uwe Adamczyk

Portraitfoto von Uwe Adamczyk MdL a. D. mit seinem Kampagnenmotiv © Oliver Killig

»Ich erlebe täglich, wie ich durch künstlich geschaffene Barrieren oder Vorurteile und Bevormundung behindert werde. Ich möchte aber genau so gesehen und behandelt werden wie ein nichtbehinderter Mensch. Wer etwas ändern will muss sich selbst einbringen. Deshalb engagiere ich mich.«

»Auf Grund meiner Behinderung war ich von 1967 bis 1978 in dem mit einer integrierten Sonderschule ausgestatteten Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche Oehrenfeld im Landkreis Wernigerode. Trotz der dort guten Betreuung wurde ich im Verhältnis zu Nichtbehinderten immer ausgegrenzt und behindert. Auch später als Erwachsener habe ich stets kämpfen müssen, um annähernd gleichberechtigt am Leben teilnehmen zu können. Dies betraf zum Beispiel eine eigene Wohnung. Denn andere wollten für mich entscheiden, wo ich leben kann.

Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil ich täglich in meinem Leben durch künstlich geschaffene Barrieren oder durch Vorurteile und Bevormundung behindert werde. Ich möchte aber als behinderter Mensch genauso gesehen und behandelt werden wie ein nichtbehinderter. Und wer etwas ändern möchte, muss auch bereit sein sich selbst einzubringen. Das von mir vertretene Motiv der Kampagne steht für mich symbolisch für das tägliche Leben mit allen seinen künstlich geschaffenen Barrieren. Auch ohne Hände bzw. mit erheblich verkürzten oder entstellten Armen bzw. Händen ist es möglich, den Stier bei den Hörnern (Barrieren) zu packen – in erster Linie mit Kopfarbeit, Argumenten und Intelligenz. Daher versuche ich mit meinem Engagement nichtbehinderten Menschen die Barrieren für mich und andere behinderte Menschen zu zeigen und Lösungsansätze zu erklären. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist wichtig, da Letztere im Detail beschreibt, was die Menschenrechte für Menschen mit Behinderung bedeuten und wie sie zu verstehen sind. Daher lohnt sich immer der Einsatz dafür, dass die UN-BRK die Grundlage für das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung bildet.«

Der mit einer Fehlbildung mehrerer Gliedmaßen (Dysmelie) geborene Uwe Adamczyk ist heute ehrenamtlicher Mitarbeiter des VDK Kreisverbandes Zwickau. Von 1994 bis 2004 gehörte er als Abgeordneter der PDS-Fraktion dem Sächsischen Landtag an. In seiner Zeit als Abgeordneter trug er mit dazu bei, dass die Barrierefreiheit des Sächsischen Landtages wesentlich ausgebaut wurde.

Kampagne unterwegs

Teilhabe lebt vom Mitmachen - auch bei unserer Kampagne. Wir freuen uns, dass unsere Kampagne auf Wanderschaft gehen darf. An dieser Stelle berichten wir über diese Reise. Wenn Sie also auf Ihren Wegen unsere Kampagne erblicken, schicken Sie uns gern Ihre Fotos. Wir veröffentlichen Ihre Fotos dann gern hier an dieser Stelle.

Natürlich gibt es schon ganz viele, die sich für Teilhabe einsetzen. Auch das möchten wir mit Ihnen teilen und stellen Ihnen hier Initiativen vor. Nach dem Motto »Tu Gutes und sprich darüber«. Sie haben Ideen, auf welche Projekte wir hier hinweisen können? Dann schreiben Sie uns.

Rund 500 Gäste aus dem Handwerk informierten sich am 2. März 2017 beim 8. Fachtag Baurecht – organisiert von der Handwerkskammer Dresden und dem Sächsischen Baugewerbeverband – auf der Dresdner Messe „HAUS“ zu aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen im Baurecht. Beliebt ist der Fachtag Baurecht aber auch, weil er die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen Handwerkern und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Fachspezialisten bietet. Diese Plattform nutzten die Handwerkskammer Dresden und das Sächsische Sozialministerium, um den Teilnehmern an einem Informationsstand die aktuelle Kampagne »Behindern verhindern« des Ministeriums vorzustellen.

Bettina Gacek vom Programm support betreute den Stand und konnte mit vielen Teilnehmern des Fachtages ins Gespräch kommen, um bei Fragen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu unterstützen. Das Dienstleistungsnetzwerk support bietet Unternehmen kostenfrei Informationen in allen Belangen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Arbeitnehmern und bei der Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung, Hilfestellung bei der Klärung von Fördermöglichkeiten und Zuschüssen sowie Hilfe bei der Sicherung von Arbeitsverhältnissen.

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Frau Gacek von support berät Interessierte am Stand der Kampagne »Behindern verhindern« über die Potenziale von Menschen mit Behinderungen als Fachkräfte.
(© Handwerkskammer Dresden / André Wirsig)

Kampagne Behindern verhindern beim Fachtag Baurecht der Handwerkskammer Dresden

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Frau Gacek von support berät Interessierte am Stand der Kampagne »Behindern verhindern« über die Potenziale von Menschen mit Behinderungen als Fachkräfte.
(© Handwerkskammer Dresden / André Wirsig)

Kampagne Behindern verhindern beim Fachtag Baurecht der Handwerkskammer Dresden

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Frau Gacek von support berät Interessierte am Stand der Kampagne »Behindern verhindern« über die Potenziale von Menschen mit Behinderungen als Fachkräfte.
(© Handwerkskammer Dresden / André Wirsig)

Kampagne Behindern verhindern beim Fachtag Baurecht der Handwerkskammer Dresden

Unsere bunte Straßenbahn fährt durch Dresden und durch Leipzig. Ein toller Hingucker. Staatsministerin Klepsch: »Ich hoffe, vielen Menschen springt nicht nur die bunte Straßenbahn mit unseren frechen Slogans ins Auge. Wir wollen auch viele Bürgerinnen und Bürger dazu angeregen, Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen fallen zu lassen«. Ihr Ziel: Barrierefreies Zusammenleben sollte für uns alle zu einer Selbstverständlichkeit werden. Und: mehr gleichberechtigte Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.

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Staatsministerin Klepsch vor der Straßenbahn der LVB in Leipzig.
(© Swen Reichhold)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Leipzig.

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Staatsministerin Klepsch schaut aus der Tür der Straßenbahn in Leipzig.
(© Swen Reichhold)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Leipzig.

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Die Straßenbahn der LVB in Leipzig - fotografiert von der Seite.
(© Swen Reichhold)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Leipzig.

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Die Straßenbahn der DVB in Dresden. Zu sehen ist die Straßenbahn von links.
(© Albrecht Günzel, Albi Werbung)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Dresden.

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Die Straßenbahn der DVB in Dresden. Zu sehen ist die Straßenbahn von vorn.
(© Albrecht Günzel, Albi Werbung)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Dresden.

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Die Straßenbahn der DVB in Dresden. Zu sehen ist die Straßenbahn von rechts.
(© Albrecht Günzel, Albi Werbung)

Unsere Behindern-verhindern-Bahn in Dresden.

Ich fahre Rollstuhl

Dieses Lied schrieb Friedrich Rothe-Börnersdorf, der aufgrund einer Nervenerkrankung des
Bewegungsapparates zur Fortbewegung auf den Rollstuhl angewiesen ist. Dabei ist ihm aufgefallen,
dass er dadurch immer viel Aufmerksamkeit erfährt, sobald er mit anderen Menschen in Kontakt
kommt. Weil sein Körper ansonsten vollkommen gesund ist, hat ihn dieses Phänomen beschäftigt.
Und er kam zu dem Schluss, dass andere Menschen wesentlich schlimmer erkrankt sind und
wesentlich schlechtere Prognosen haben als er. Aber bei ihnen ist davon beim bloßen Anblick nichts
zu spüren. Das hat ihn dazu inspiriert, den Satz „Ich fahre Rollstuhl, nicht, weil ich krank bin, nein,
weil ich trotzdem vorwärts kommen will.“ zu formulieren und daraus einen Liedtext abzuleiten. Und
weil er viele Jahre Musiker war und jetzt am Computer komponiert, hat er diesen Text auch vertont.

Als das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz die Kampagne »Behindern
verhindern« vorstellte, wurden viele Gedanken behinderter Menschen publiziert. Da waren Sprüche
zu finden wie »im Rollstuhl wissen, wie der Hase läuft, ohne Hände den Stier bei den Hörnern packen
oder blind wie ein Maulwurf seinen Weg machen« und viele andere. Da dachte sich der Autor, sein
kleines Lied könne auch einen Beitrag zur Kampagne leisten und hat es als MP3 zum Ministerium
gesandt.

Die dort gezeigte positive Reaktion veranlasste ihn, mit seinem langjährigen Musikerkollegen und
Freund Rainer Vogt ein Video zu produzieren. Die Anregung zum Video hat dieser sofort aufgegriffen
und den Vorschlag, die Kamera zu führen, ohne Umschweife in die Tat umgesetzt. Dabei war ihm
wichtig, auch die optische Situation beim Fahren eines Rollstuhls darzustellen. Bewusst wurden
deshalb auch holprige Fahrabschnitte einbezogen.

Wir danken Herrn Rothe für sein Video, seinen Zuspruch und sein Engagement für Menschen mit Behinderungen.

Ich fahre Rollstuhl

Der Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V. (http://kompass-dresden.org) informierte auf seiner Mitgliederversammlung über die Kampagne »Behindern verhindern«. Das Thema Barrierefreiheit als wichtiges Verbandsziel wird mit den Plakaten deutlich unterstrichen. Die Plakate sind in der Geschäftsstelle auf der Strehlener Straße 24 zu sehen und informieren über das Anliegen nicht nur die Mitglieder des Verbandes sondern auch Studenten und Dozenten der TU-Dresden, die sich in dem Gebäude regelmäßig aufhalten.

Joachim Müller aus Dresden war am 2. September 2016 beim Sommerfest des Stadtgartens im Alaunpark. Bei Facebook schreibt er: »Am 2. September 2016 lud der Stadtgärten e. V. alle Engagierten und Mitglieder in den Garten im Alaunpark ein, um über seine Arbeit zu informieren und ein Sommerfest zu feiern. Am Vortag erhielt der Verein von der Firma Gartenallerlei aus Kesselsdorf ein unterfahrbares Hochbett. Die Firma stellt dieses besondere Beet kostenlos zur Verfügung. So können dann dort unter anderem Rollstuhlfahrer ihre Gärtnerleidenschaft ausleben. Allerdings muss nun noch eine barrierefreie Zuwegung zum Beet geschaffen werden. Aber in jedem Garten ist immer etwas zu tun. Ziel des Vereines ist es, den Garten für alle nutzbar zu machen. Das Thema Inklusion ist dort angekommen. So soll nicht nur der Zugang für Rollstuhlfahrer und gebehinderte Person möglich werden, sondern auch sehbehinderte und blinde Personen sollen durch Ausschilderungen und Orientierungshilfen den Garten für sich entdecken. Partner sind dabei der Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e. V. und der Blinden und Sehbehindertenverband Sachsen e. V. Kreisorganisation Dresden.«

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Unsere Tasche »Behindern verhindern« auf der Rückseite eines Elektrorollstuhls angebracht.
(© Joachim Müller)

Kampagne unterwegs: Bild eingesendet von Joachim Müller.

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Unsere Postkarten im Stadtgarten Dresden
(© Joachim Müller)

Kampagne unterwegs: Bild eingesendet von Joachim Müller.

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Unsere Tasche »Behindern verhindern« an einer manuellen Wasserpumpe angebracht.
(© Joachim Müller)

Kampagne unterwegs: Bild eingesendet von Joachim Müller.

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Unsere Reflexarmbänder - ausgelegt im Stadtgarten Dresden
(© Joachim Müller)

Kampagne unterwegs: Bild eingesendet von Joachim Müller.

»Diese Kampagne sieht man jetzt überall«, das hören wir zur Zeit oft. Und das hören wir natürlich gern. Wenn auch Ihnen unsere Kampagne über den Weg läuft, schicken Sie uns gern ein Foto dazu. Das veröffentlichen wir an dieser Stelle - damit bald alle Sachsen die Kampagen kennen.

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Das Motiv »Taub und die Flöhe husten hören« auf einer Plakatwand im Stadtbild.
(© Oliver Killig)

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Das Motiv »Im Rollstuhl wissen, wie der Hase läuft« auf einer Plakatwand im Stadtbild.
(© Oliver Killig)

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Das Motiv »Mit Gendefekt ein toller Hecht« auf einer Plakatwand im Stadtbild.
(© Oliver Killig)

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Das Motiv »Ohne Hände den Stier bei den Hörnern packen« auf einer Plakatwand im Stadtbild.
(© Oliver Killig)

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Das Motiv »Blind wie ein Maulwurf seinen Weg machen« auf einer Plakatwand im Stadtbild.
(© Oliver Killig)

Gemeinsam mit fünf Botschaftern hat Staatsministerin Barbara Klepsch in Dresden den Startschuss für die neue Kampagne »Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln« gegeben. Die Kampagnenbotschafter stehen beispielhaft für die Belange von über 600.000 Menschen mit Behinderungen in Sachsen.

»Wir wollen Behindern verhindern. Denn Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am Leben. Barrierefreies Zusammenleben soll für alle zur Selbstverständlichkeit werden. Neben physischen Barrieren müssen wir auch Grenzen im Kopf überwinden, die einem gemeinsamen Miteinander oft im Wege stehen. Mit der Kampagne wollen wir auf unkonventionelle Art und Weise zum Nachdenken und Umdenken anregen«, erklärte Sozialministerin Barbara Klepsch.

Die Kampagne ist Teil des Aktionsplanes der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ziel der Kampagne ist es, die breite Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren, um mittelfristig den Abbau von alltäglichen Hürden sowie Vorurteilen zu fördern.

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Der Blick von oben auf einen Teil des Rolli-Parcours mit einer jungen Frau, die den Parcours testet
(© Oliver Killig)

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Staatsministerin Barbara Klepsch testet den Rolli-Parcours, Botschafter Horst Wehner erklärt ihr dabei, was sie machen muss
(© Oliver Killig)

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Staatsministerin Klepsch mit den Botschaftern bei der Presseskonferenz, alle in einer Reihe von der Seite fotografiert
(© Oliver Killig)

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Foto der beiden Gebärdendolmetscherinnen bei der Pressekonferenz
(© Oliver Killig)

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Messestand und 3 Roll-ups mit den Motiven der Kampagne
(© Heimrich & Hannot)

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Werbemittel der Kampagne: Postkarten, Buttons, Maßband etc.
(© Heimrich & Hannot)

Kampagnenmaterialien

Wir sind überzeugt: Teilhabe gelingt nur gemeinsan. Wir freuen uns über jede und jeden, der uns dabei unterstützt. Hier finden Sie verschiedenen Materialien, die Sie verwenden dürfen. Copyright-Angaben finden Sie direkt am Download.

Kampagnenmotive

Unsere 5 Plakatmotive der Kampagne in druckfähiger Größe.
©SMS

Fotos

Unser Fotograf heißt Oliver Killig. Bitte geben Sie diesen Namen stets bei der Verwendung dieser Fotos an.

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